
Karl-Christoph Goldammer, Vikar in einer Seminarwoche
Jeder Tag sieht anders aus.
Ein Studium voller Geschichten
In eine große Welt eintauchen
Von Anfang an hat Karl-Christoph am Theologiestudium die große Welt fasziniert, in die man dabei eintauchen kann. Als er erzählte, dass er Theologie studieren möchte, reagierten die Menschen sehr unterschiedlich: Manche wussten sofort, was man damit machen kann. Andere konnten sich zunächst gar nichts darunter vorstellen. Für Karl-Christoph war es ein längerer Prozess, bis er merkte: Hier bin ich richtig, das ist mein Weg. Entscheidend waren Momente, in denen sich ihm plötzlich etwas erschloss und er Zusammenhänge verstand. Dabei entdeckte Karl-Christoph, dass biblische Geschichten mit realen Menschen und ihren Erfahrungen zu tun haben. Sie sind nicht einfach vom Himmel gefallen, sondern beruhen auf dem Leben und der Auseinandersetzung konkreter Menschen. Diese Perspektive hat seinen Zugang zur Theologie geprägt.
Auf einen Blick
- Name: Dr. Karl-Christoph Goldammer
- Alter: 34 Jahre
- Aktuelle Ausbildungsphase: Vikariat
- Einsatzort: Coburger Heiligkreuzkirche
- Was ihn am Theologiestudium fasziniert: die große Welt aus Geschichten, Erfahrungen und wissenschaftlichen Fragen
- Besondere Studienerfahrung: die intensive Arbeit mit historischen Quellen
- Was ihn im Alltag trägt: sein sich verändernder Glaube, Freundschaften und Sport
„Ich habe gemerkt, dass sich mein eigener Glaube über die ganze Zeit verändert hat und dass er mal stärker war und mal weniger stark und ich aber auch gelernt habe, dass das in Ordnung so ist.“
Ein eigenes Thema erforschen
Wissenschaftlich in die Tiefe gehen
Eine besondere Chance des Studiums sieht Karl-Christoph in wissenschaftlichen Qualifikationsarbeiten und einer Promotion. Dabei kann man sich intensiv mit einem speziellen Thema beschäftigen und über längere Zeit gründlich forschen. In seiner eigenen Arbeit beschäftigte sich Karl-Christoph mit historischen Quellen. Die intensive Auseinandersetzung damit hat ihm große Freude gemacht. Für ihn zeigt sich darin eine besondere Seite des Theologiestudiums: Es verbindet persönliche Fragen mit wissenschaftlicher Genauigkeit und historischer Forschung.
Vertrauen trotz offener Fragen
Ein Glaube, der sich verändert
Im Laufe des Studiums hat Karl-Christoph gemerkt, dass sich sein eigener Glaube verändert. Mal war er stärker, mal weniger stark. Dabei hat er gelernt, dass diese Veränderungen in Ordnung sind. Karl-Christoph vertraut darauf, dass ein Glaube, der sich immer wieder verändert und neu zeigt, für den Weg ins Vikariat und ins Pfarramt wichtig ist. Glaube muss für ihn nicht immer gleich aussehen und auch nicht frei von Fragen sein. Um Abstand zu gewinnen, helfen Karl-Christoph regelmäßige Treffen mit Freundinnen und Freunden sowie Sport. Beides gibt ihm Ausgleich zu den Anforderungen im Vikariat und schafft Raum, um neue Kraft zu sammeln.
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Du möchtest wissen, wie vielfältig das Theologiestudium und der Weg ins Pfarramt sind? Informiere dich über das Hochschulstudium, das Vikariat, Seelsorge, Religionsunterricht und Möglichkeiten, Kirche praktisch kennenzulernen.
Für Menschen da sein
Kleine Begegnungen, die bleiben
Oft sind es kleine Begegnungen, die Karl-Christoph zeigen, dass es gut war, da zu sein. Dazu gehört ein Dank nach einem Gottesdienst oder ein Gespräch bei einem Besuch zu Hause. Solche Momente machen für Karl-Christoph den Sinn seines Berufs spürbar. Nicht immer sind es große Ereignisse. Häufig entsteht Bedeutung gerade dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen und jemand aufmerksam zuhört.
Gottesdienst, Reli-Unterricht, Seelsorge
Jeder Tag im Vikariat ist anders
Eine Besonderheit des Vikariats ist für Karl-Christoph, dass jeder Tag anders aussieht. An einem Tag beschäftigt er sich vielleicht damit, wie der Gottesdienst am kommenden Sonntag gestaltet werden kann. Am nächsten Tag kann ein schwerer Seelsorgebesuch im Krankenhaus anstehen. Dann geht es darum, Menschen in einer belastenden Situation zu begegnen und sie ein Stück zu begleiten. Übermorgen steht vielleicht der Unterricht vor einer Schulklasse auf dem Plan. Dann spricht Karl-Christoph mit den Schülerinnen und Schülern über die Arche Noah. Die unterschiedlichen Aufgaben zeigen, wie vielseitig der Weg im Vikariat und der spätere Pfarrberuf sein können.