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34 Fragen

Entscheidungshilfen

Wie lange dauert das alles, bis ich wirklich Pfarrer:in bin?

Das Studium dauert in der Regel 10 Semester (5 Jahre), plus ggf. Zeit für die Sprachen (ca. 2 Semester). Danach folgt das Vikariat als praktische Ausbildung (2 Jahre), in dem du aber schon eine Vergütung erhältst. Danach arbeitest du als Pfarrer:in.

Wie sieht die Kirche in 20–30 Jahren aus – lohnt es sich dann noch, Pfarrerin zu werden?

Kirche wird sich verändern: weniger Mitglieder, neue Formen von Gemeinde und Spiritualität. Das heißt aber nicht, dass es schlechter wird! Umbrüche bieten Chancen, neue Wege zu gestalten, Glauben kreativ zur Sprache zu bringen und Spiritualität lebendig zu leben. Mit Neugier, Entdecker:innen-Lust und Mut kannst du hier viel bewegen.

Gibt es Leute, mit denen ich vertraulich reden kann, ohne mich festzulegen?

Ja! Zum Beispiel:

Alle Gespräche sind vertraulich, ehrlich und richten sich nach deinen Fragen und Bedürfnissen.

Braucht man für das Pfarramt eine bestimmte Spiritualität? Darf ich Zweifel haben?

Es gibt viele Wege, Glauben zu leben – und alle sind willkommen. Entscheidend ist Interesse, Zeit und Sehnsucht, sich mit Glaubensfragen zu beschäftigen. Zweifel gehören dazu und helfen dir, tiefer zu denken und deinen Glauben selbst zu entdecken.

Kann ich im Studium oder später genug Zeit für Freund:innen, Beziehungen und Hobbys haben?

Ja! Im Studium hast du meist viel Zeit dafür. Später im Beruf braucht es etwas Organisation, aber Ausgleich ist wichtig – nur so kannst du für andere da sein und gleichzeitig deine eigenen Batterien aufladen.

Was, wenn ich Angst habe, mich falsch zu entscheiden – und unglücklich werde?

Keine Sorge, damit bist du nicht allein. „Fear of better options“ kennen viele. Im Pfarrberuf kannst du in verschiedenen Bereichen arbeiten – Gemeinde, Seelsorge, Schule, Sozialarbeit. Ein Wechsel öfter in deiner Dienstzeit möglich, sodass du im Laufe der Zeit unterschiedliche Erfahrungen sammeln kannst.

Wie funktioniert das mit Bezahlung, Wohnung und Arbeitszeiten?

Pfarrer:innen werden nach A13–A14 (Besoldung Land Bayern) bezahlt. Viele bekommen eine Dienstwohnung, also keine extra Wohnungssuche nötig. Arbeitszeiten sind flexibel geregelt: mindestens ein freier Tag pro Woche, ein freies Wochenende pro Monat. Mehr zur Bezahlung.

Kann ich als Pfarrerin so sein, wie ich bin – queer, feministisch, politisch?

Ja! In der ELKB bist du herzlich willkommen. Politisches Engagement oder Einsatz für Gleichberechtigung ist oft ein Ausdruck des Glaubens. Wichtig: Dein Beruf darf nicht für Parteipolitik genutzt werden, aber deine Haltung und Überzeugung haben Platz.

Was, wenn meine Eltern oder Freund:innen sagen, dass Theologie keine gute Idee ist?

Sprich mit ihnen darüber, warum sie das denken. Oft beruhen Bedenken auf Vorurteilen: z. B. „da wird nur gebetet“ oder „kein sicherer Job“. Höre zu, überlege, wo sie Recht haben könnten – und wo du deine eigenen Gründe siehst.

Wie finde ich heraus, ob ich lieber Theologie studieren oder etwas „Sichereres“ machen sollte?

Pfarrer:innen werden in der ELKB in der Regel verbeamtet – also ein sicherer Beruf. Ob du ihn als „normal“ empfindest, hängt davon ab, wie du Beruf siehst. Jeder Beruf hat seine Eigenheiten – und Theologie ist genauso ernst und praxisnah wie Jurastudium oder Medizin.

Wie fühlt sich der Beruf wirklich an – also nicht die offiziellen Beschreibungen, sondern der Alltag?

Am besten findest du das selbst heraus! Praktika in einer Kirchengemeinde oder ein Freiwilliges Soziales Jahr geben dir einen realistischen Einblick. Oder du triffst dich einfach mit einer Pfarrperson zu einem Gespräch – authentischer geht’s kaum.

Was, wenn mich Theologie zwar interessiert, ich aber Angst vor Hebräisch und Griechisch habe?

Damit bist du nicht allein! Viele Studierende finden die Alten Sprachen am Anfang herausfordernd. Aber: Dozierende wissen, wie schwierig das sein kann, und gestalten den Unterricht entsprechend. Oft lernt man gemeinsam in Gruppen – da hilft ihr euch gegenseitig. Und es entstehen sogar Freundschaften fürs Leben.

Bin ich wirklich „gut genug“ im Glauben – oder wäre ich im Studium total fehl am Platz?

Nein, dafür musst du nicht „perfekt“ im Glauben sein. Dein Glaube entwickelt sich ein Leben lang. Wichtig ist, dass du Interesse und Sehnsucht hast, dich mit Glaubensfragen und Spiritualität auseinanderzusetzen – das spielt im Studium und Berufsalltag eine zentrale Rolle.

Theo Tasting

Wie läuft die Anmeldung für das Theo Tasting ab?

Ganz einfach online über die Website der Augustana-Hochschule. Die Anmeldung ist bis wenige Wochen vor dem Start möglich.

Hier geht’s direkt zur Anmeldung

Kann ich Fragen zu Karrierechancen und Gehalt beim Theo Tasting stellen?

Unbedingt. Das sind wichtige Themen – und wir sprechen offen darüber.

Gibt es auch Freizeit beim Theo Tasting?

Ja – auch wenn das Programm dicht ist. Zwischen den Programmpunkten bleibt Zeit für Essen, kurze Pausen, Sport und zum Connecten mit Studierenden.

Wie viele andere sind beim Theo Tasting dabei?

In den letzten Jahren waren es meist 20–25 Teilnehmende.

Kann ich am Theo Tasting teilnehmen, wenn ich nicht evangelisch bin?

Klar! Was du glaubst oder welcher Kirche (oder keiner) du angehörst, spielt keine Rolle.

Gibt es Beratungsmöglichkeiten beim Theo Tasting?

Ja! Du kannst jederzeit mit Studierenden, Dozierenden und dem Pfarrer für Nachwuchsgewinnung ins Gespräch kommen – beim Essen, zwischendurch oder ganz in Ruhe in einer gemütlichen Ecke. Frag alles, was dir auf dem Herzen liegt.

Kann ich auch nur zu einzelnen Programmpunkten des Theo Tastings kommen?

Nein. Das Theo Tasting ist als komplettes Erlebnis geplant – am meisten hast du davon, wenn du das ganze Wochenende dabei bist.

Brauche ich Vorkenntnisse in Theologie oder Religion für das Theo Tasting?

Überhaupt nicht. Es wird nichts abgefragt. Bring einfach deine Fragen, deine Neugier und dich selbst mit.

Wo schlafe ich beim Theo Tasting?

Du bekommst ein Einzelzimmer direkt auf dem Campus. Du musst dich um nichts kümmern.

Kostet das Theo Tasting Wochenende etwas?

Ja. Die Teilnahme kostet 20 € – dafür bekommst du Unterkunft im Einzelzimmer und Vollverpflegung für das ganze Wochenende. Den Großteil der Kosten übernehmen die Evang.-Luth. Kirche in Bayern und die Augustana-Hochschule für dich.

Muss ich für das Theo Tasting schon wissen, ob ich Theologie studieren will?

Nein. Interesse reicht vollkommen. Du musst nichts wissen und dich zu nichts verpflichten – das Wochenende ist komplett unverbindlich.

Warum Pfarrer

Hat der Pfarrberuf Zukunft?

Ja – aber er wird sich verändern. Kirche braucht Menschen, die Glauben verständlich vermitteln, andere begleiten und neue Formen von Gemeinschaft und Seelsorge entwickeln. Wenn du gerne mitgestaltest, kannst du Teil dieser Zukunft sein.

Wie werde ich Pfarrer:in?

In der Regel studierst du Evangelische Theologie an einer Universität oder kirchlichen Hochschule. Danach folgt das Vikariat – die praktische Ausbildung für den Pfarrberuf. Je nach Voraussetzungen gibt es auch Wege für den Quereinstieg.

Gibt es im Pfarrberuf Zeit für meine eigene Spiritualität?

Ja. Für die eigene Spiritualität sind in der ELKB als Orientierung etwa zwei bis fünf Stunden pro Woche während der Arbeitszeit vorgesehen. Diese Zeit kannst du zum Beispiel für Gebet, Meditation, Bibellesen oder Yoga nutzen.

Welche Talente brauche ich für den Pfarrberuf?

Hilfreich sind Interesse an Menschen, Einfühlungsvermögen, Kommunikations- und Organisationstalent, Kreativität, Teamfähigkeit sowie Interesse an Theologie und Spiritualität. Du musst nicht alles von Anfang an können.

Muss ich gut predigen können, bevor ich Pfarrer:in werde?

Nein. Predigen, Gesprächsführung, Moderation und viele andere Skills lernst und trainierst du im Studium, im Vikariat und in Fortbildungen. Wichtig ist vor allem, dass du Interesse an Menschen hast und offen auf Menschen zugehst.

Arbeite ich als Pfarrer:in nur in einer Kirchengemeinde?

Nein. Zwei Dritte der Pfarrer:innen arbeiten in Kirchengemeinden. Andere arbeiten in Schulen, Krankenhäusern, in der Verwaltung oder im digitalen Raum. Auch beim Militär oder bei der Polizei gibt es Pfarrer:innen als Seelsorger:innen.

Was macht ein:e Pfarrer:in im Alltag?

Das hängt stark von deiner konkreten Stelle ab. Oft gestaltest du Gottesdienste, hältst Religionsunterricht, begleitest Menschen in wichtigen Lebenssituationen und entwickelst Projekte. Außerdem arbeitest du mit Haupt- und Ehrenamtlichen sowie mit Kolleg:innen zusammen.

Woran merke ich, ob der Pfarrberuf zu mir passt?

Frag dich: Interessiere ich mich für Menschen und ihre Lebensfragen? Spreche ich gerne über Glauben und Sinn? Habe ich Lust, Verantwortung zu übernehmen und eigene Ideen umzusetzen? Gespräche, Praktika oder ein Theo Tasting helfen dir bei der Orientierung.

Muss ich sehr fromm sein, um Pfarrer:in zu werden?

Nein. Du musst kein:e Super-Christ:in sein und nicht auf alles eine Antwort haben. Zweifel gehören zum Glauben dazu. Wichtig ist, dass dir der christliche Glaube und die Kirche grundsätzlich etwas bedeuten.

Muss ich eine besondere Berufung spüren, um Pfarrer:in zu werden?

Nein. Berufung muss sich nicht wie ein klares Zeichen vom Himmel anfühlen. Sie kann auch durch dein Interesse an Menschen, deinen Glauben, deine Fragen oder den Wunsch entstehen, etwas zu gestalten.

Berufseinstieg

27 Fragen

Fortbildung in den ersten Amtsjahren

Was kostet die FeA?

Die ELKB stellt für die drei Jahre von FeA (Fortbildung in den ersten Amtsjahren) ein Budget von 1.200 Euro für individuelle Fortbildungen zur Verfügung. Fahrtkosten werden erstattet.

Wie viele individuelle Fortbildungstage muss ich bei FeA absolvieren?

Während der drei Jahre FeA (Fortbildung in den ersten Amtsjahren) weist du insgesamt 10-15 Fortbildungstage nach. Die Fortbildungen sollen verschiedene Handlungsfelder abdecken.

Welche individuellen Fortbildungen kann ich bei FeA besuchen?

Bei FeA (Fortbildung in den ersten Amtsjahren) selbst, welche Themen zu dir und deinem Entwicklungsbedarf passen – zum Beispiel Predigt, Seelsorge, Kirchenmusik, Leitung oder Spiritualität. Es müssen aber Fortbildungen aus unterschiedlichen Bereichen sein.

Wie oft trifft sich meine FeA-Gruppe?

Während der drei Jahre gibt es insgesamt sechs bis neun Gruppentagungen. Die Treffen werden von zwei erfahrenen Mentor:innen begleitet.

Was ist eine FeA-Gruppe?

In deiner FeA-Gruppe triffst du dich mit anderen Pfarrer:innen im Probedienst. Ihr besprecht eure Erfahrungen, bringt konkrete Fälle ein und beratet euch gegenseitig. Außerdem organisiert ihr Referent:innen zu Themen, die euch interessieren.

Was bringt mir die FeA?

Bei der FeA (Fortbildung in den ersten Amtsjahren) vertiefst deine Kenntnisse aus Studium und Vikariat, reflektierst deinen Berufsalltag und entwickelst deinen eigenen Stil als Pfarrer:in weiter. Dies geschieht gemeinsam mit einer festen Gruppe und in individuellen Einzelfortbildungen.

Ist die Teilnahme an der FeA verpflichtend?

Ja. Die FeA (Fortbildung in den ersten Amtsjahren) ist verpflichtend und Voraussetzung für deine Anstellungsfähigkeit.

Wie lange dauert die FeA?

Die FeA (Fortbildung in den ersten Amtsjahren) dauert drei Jahre und läuft parallel zu deinem Probedienst.

Was ist die FeA?

Die FeA (Fortbildung in den ersten Amtsjahren) ist ein verpflichtendes Fortbildungsprogramm der ELKB für Pfarrer:innen im Probedienst. Sie unterstützt dich in den ersten Jahren im Pfarramt.

Ordination

Was ist das Ordinandenbuch?

In das Ordinandenbuch trägst du deinen Lebenslauf ein – in der Regel handschriftlich. Damit wird deine Ordination auch in der Geschichte der Kirche dokumentiert.

Muss ich vor der Ordination eine Prüfung ablegen?

Nein. Du reichst eine schriftliche Stellungnahme zu deinem Verständnis von Bibel, evangelisch-lutherischem Bekenntnis und Pfarramt ein. Sie dient der persönlichen Reflexion und ist keine Prüfung.

Gibt es vor der Ordination ein Gespräch?

Ja. Vorher führst du ein persönliches Gespräch mit der Ordinatorin oder dem Ordinator (meist Regionalbischof / Regionalbischöfin). Dabei geht es um die Bedeutung der Ordination und deinen persönlichen Weg, sowie Absprachen zum Ordinationsgottesdienst.

Was verspreche ich bei der Ordination?

Du versprichst, das Amt als Pfarrer:in treu zu begleiten und dich ihm entsprechend zu verhalten, das Evangelium zu verkündigen, die Sakramente zu verwalten und das Beichtgeheimnis sowie die seelsorgerliche Verschwiegenheit zu wahren.

Wie läuft die Ordination ab?

Zur Ordination gehören unter anderem die Handauflegung durch einen Bischof der ELKB, ein öffentliches Versprechen und die Anrufung des Heiligen Geistes. Du erhältst außerdem eine persönliche Ordinationsurkunde.

Gilt die Ordination für immer?

Ja. Der Auftrag der Ordination gilt auf Lebenszeit.

Wann werde ich ordiniert?

Die Ordination folgt nach dem Theologiestudium und dem Vikariat. Sie findet in der Regel zu Beginn deines Probedienstes in einem Gottesdienst in deiner neuen Gemeinde statt.

Was ist die Ordination?

Mit der Ordination wirst du offiziell beauftragt, das Evangelium öffentlich zu verkündigen und die Sakramente – Taufe und Abendmahl – zu verwalten.

Probedienst

Gibt es Altersgrenzen für eine öffentlich-rechtliche Anstellung?

Ja, die gibt es. Die Altersgrenzen sind:

Beginn des Vikariats: das 33. Lebensjahr noch nicht vollendet (bei Schwerbehinderung das 35.)
Beginn des Probedienstes : das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet
Übernahme auf Lebenszeit: das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet

Für alle, die älter sind, gibt es die Möglichkeit einer privatrechtlichen Anstellung.

Was passiert nach dem Probedienst?

Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, erhältst du die Anstellungsfähigkeit. Damit kannst du dich auf freie Pfarrstellen in der ELKB bewerben. Aktuell freie Pfarrstellen werden monatlich im Amtsblatt der ELKB ausgeschrieben. Dieses findest du im Intranet.

In der Regel wirst du anschließend an deinen Probedienst in ein Pfarrdienstverhältnis auf Lebenszeit berufen. In einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis ist das auch der Zeitpunkt deiner Verbeamtung.

Was brauche ich für die Anstellungsfähigkeit?

Am Ende des Probedienstes wird geprüft, ob du die Anstellungsfähigkeit erhältst. Dafür brauchst du insbesondere eine positive Beurteilung, den Nachweis über die erforderliche FeA und die gesundheitliche Eignung.

Die Beurteilung findet in der Regel drei bis sechs Monate vor dem Ende des Probedienstes statt. Das Ergebnis muss spätestens drei Monate vor Ablauf im Landeskirchenamt vorliegen.

Was bedeutet FeA im Probedienst?

FeA steht für „Fortbildung in den ersten Amtsjahren“. Das Programm begleitet dich während des Probedienstes und hilft dir, deine beruflichen Fähigkeiten weiterzuentwickeln und dich mit anderen Pfarrer:innen auszutauschen.

Du weist im Probedienst in der Regel 10 bis 15 Fortbildungstage nach. Dazu kommen 6-9 Tage gemeinsam mit einer Regionalgruppe pro Jahr.

Kann ich den Probedienst in Teilzeit machen?

Ja. Der Probedienst kann grundsätzlich mit 50 oder 100 Prozent absolviert werden. Welcher Umfang für dich passend ist, gibst du im Rahmen der Stellenvergabe an.

Wie läuft die Stellenvergabe für den Probedienst ab?

Etwa acht Monate vor dem geplanten Beginn erhältst du Informationen zum Ablauf. Du erklärst, ob du den Probedienst antreten möchtest und ob du ihn mit 50 oder 100 Prozent beginnen willst.

Danach führst du ein Gespräch mit der Regionalbischöfin oder dem Regionalbischof deines Wunsch-Kirchenkreises. Wenn die verfügbaren Stellen feststehen, erhältst du eine Übersicht und kannst drei Prioritäten angeben. In einem weiteren Gespräch kannst du deine Wünsche und Fragen erläutern.

Die endgültige Zuteilung erfolgt durch das Personalreferat gemeinsam mit dem Evangelischen Studienseminar sowie den Regionalbischöfinnen und Regionalbischöfen. Dabei werden deine Angaben, das Gespräch und die Bedarfe der Kirchenkreise berücksichtigt.

Arbeite ich im Probedienst in einer eigenen Gemeinde?

Im Probedienst übernimmst du eine konkrete Pfarrstelle und trägst dort selbstständig und eigenverantwortlich Verantwortung. Das kann eine Gemeindestelle sein, aber auch ein anderer kirchlicher Einsatzort. In Gemeindestellen bist du in ein Team mit anderen Hauptamtlichen vor Ort eingebunden.

Wie lange dauert der Probedienst?

Der Probedienst dauert grundsätzlich drei Jahre. Eine Verkürzung oder Verlängerung kann zum Beispiel im Zusammenhang mit Elternzeit möglich sein.

Wann beginnt der Probedienst?

Der Probedienst beginnt nach deinem Vikariat mit deiner Ordination. Die Ordination ist der Schritt, durch den du in das geistliche Amt aufgenommen wirst. Im anschließenden Probedienst arbeitest du nicht mehr als Vikarin oder Vikar, sondern als Pfarrerin oder Pfarrer.

Was ist der Probedienst

Der Probedienst ist deine dreijährige Berufseinstiegsphase nach Vikariat und Ordination. Du bist in dieser Zeit bereits Pfarrerin oder Pfarrer und übernimmst selbstständig Verantwortung in einer Gemeinde oder einem anderen kirchlichen Arbeitsfeld. Du trägst in dieser Zeit schon die Amtsbezeichnung „Pfarrer“ / „Pfarrerin“ und wirst in voller Höhe bezahlt.

Pfarralltag

29 Fragen

Alltag im Pfarrberuf

Stimmt es, dass man für eine Schulpfarrstelle einen bestimmten Notenschnitt im Examen erreichen muss?

Ja, Pfarrer:innen, die hauptamtlich im Schuldienst tätig sein wollen, müssen in der Regel einen Notendurchschnitt aus beiden Examina von mind. 3,5 haben.
Die Grundlage dafür sind die Voraussetzungen, die das Staatsministerium bei der Einstellung von Lehrkräften ansetzt. Auch hier liegt der geforderte Notendurchschnitt beider Examina bei mind. 3,5.

Gibt es in der ELKB Vorbehalte gegen die Frauenordination?

Nein. Frauen und Männer sind auf allen Ebenen der kirchlichen Ämter rechtlich gleichgestellt (vgl. die zahlreichen Dekaninnen und auch Regionalbischöfinnen, die es in der ELKB gibt). Wenn eine Frau aufgrund ihres Geschlechts für eine Pfarrstelle abgelehnt würde, wäre das eindeutig Diskriminierung.

Welche Fähigkeiten sind im Alltag als Pfarrer:in wichtig?

Zuhören können, gut kommunizieren, organisieren, reflektieren, Grenzen setzen, im Team arbeiten – und eine Spiritualität, die dich trägt.

Kann ich als Pfarrer:in eigene Ideen umsetzen?

Ja. Du hast Gestaltungsspielraum – gerade bei Gottesdiensten, Projekten, Jugendarbeit und neuen Formaten. Gleichzeitig gibt es Rahmen und Absprachen in der Gemeinde. Wie z. B. Gottesdienste in einer Gemeinde gefeiert werden, entscheidet der Kirchenvorstand vor Ort. Was du in einer Predigt dann aber konkret sagst, ist dir überlassen.

Arbeite ich alleine oder im Team?

Beides. Es gibt Teile, die machst du Großteils alleine (z. B. Unterricht vorbereiten, an einer Predigt schreiben, Büroarbeit). Gleichzeitig bist du Teil eines Teams mit anderen Hauptamtlichen und auch – je nach Stelle – in verschiedenen Teams mit Ehrenamtlichen eingebunden. Der Pfarrberuf ist in Zukunft kein Einzelkämpfer:innen-Beruf mehr, wie er früher oft ausgeführt wurde.

Was ist, wenn ich emotional mit Trauer oder Krisen nicht gut umgehen kann?

Dafür gibt es Ausbildung, Supervision und Begleitung. Wichtig ist nicht, „hart“ zu sein – sondern professionell und menschlich.

Muss ich gut vor Menschen sprechen können?

Es hilft – aber du musst kein geborener Bühnenmensch sein. Predigen und Auftreten lernt man Schritt für Schritt im Studium, im Vikariat und durch Feedback.

Wie viel „Büro“ steckt in dem Beruf?

Mehr als viele denken: Mails, Planung, Absprachen, Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit. Insgesamt hängt das Stark von der Art der Stelle ab.

Bin ich als Pfarrer:in immer auf Abruf?

Erreichbar sein gehört dazu, wenn du im Dienst bist – aber nicht 24/7. Viele arbeiten mit Anrufbeantworter oder Diensthandy mit klaren Zeiten (z. B. nachts aus) und rufen dann zurück; nur in der Notfallseelsorge-Bereitschaft musst du wirklich durchgehend erreichbar sein.

Muss ich jeden Sonntag arbeiten?

Am Wochenende arbeiten gehört in diesem Beruf mit dazu. Du hast Anspruch auf ein freies Wochenende pro Monat. Ansonsten planst du mit Kolleg:innen oft weit im Voraus, an welchen Wochenenden wer Dienste übernimmt. Gute Organisation und konkrete Absprachen sind hier der Schlüssel zu eigenen Freiheiten.

Wie sieht ein typischer Tag als Pfarrer:in aus?

Einen „typischen“ Tag gibt es selten. Oft mischen sich Gespräche, Vorbereitung (z. B. Predigt), Termine mit Gruppen und organisatorische Aufgaben – und dazwischen: Menschen, die spontan Hilfe brauchen.

Gehalt und Benefits

Wo finde ich verlässliche aktuelle Zahlen zu meinem Gehalt?

Die aktuellen Zahlen zur Besoldung von Vikar:innen und Pfarrer:innen findest du in den Anlagen zum Pfarrbesoldungsgesetz (Rechtssammlung der ELKB, abrufbar über ELKB-Intranet, Account notwendig). Die Besoldung richtet sich nach der Bayerischen Besoldungsordnung.

Verdiene ich schon im Vikariat Geld?

Ja, im Vikariat bekommst du sog. „Anwärterbezüge“, die sich nach den Vorgaben des Landes Bayern richten. Die ELKB stockt den Grundbetrag – neben den Zuschlägen, die dir je nach Ort- und Familiensituation zustehen – um eine feste Pauschale auf.

Bekomme ich eine Dienstwohnung?

Das hängt von der Stelle ab. Bei Gemeindepfarrstellen gehört eine Dienstwohnung bzw. ein Pfarrhaus dazu. Hier zahlst du eine feste Pauschale statt einer Miete – diese ist ortsunabhängig.

Gibt es Zuschläge – und wofür?

Ja. Es gibt – je nach Region – eine Strukturzulage, sowie den Orts- und Familienzuschlag – abhängig von deiner Familiensituation. Im Vikariat gibt es außerdem eine zusätzliche feste Pauschale. Und: Du bekommst gegen Ende des Jahres eine jährliche Sonderzahlung.

Steigt die Besoldung mit der Zeit?

Ja. Es gibt Erfahrungsstufen: Mit Berufsjahren steigt die Höhe der Besoldung automatisch an.

Muss ich mein Gehalt verhandeln?

Nein. Die Besoldung ist geregelt. Du musst nicht um Zahlen kämpfen – das System ist klar und nachvollziehbar.

Warum heißt das „Besoldung“ und nicht „Gehalt“?

Weil viele Pfarrer:innen in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis arbeiten. Die Zahlung ist dann rechtlich als Besoldung geregelt – transparent und planbar.

Was verdiene ich als Pfarrer:in in Bayern ungefähr?

Das hängt von Erfahrungsstufe, Familienstand und Stelle ab. Der Einstieg orientiert sich an A13 der Beamtenbesoldung Bayern (vergleichbar mit Lehrer:innen an Gymnasien).

Work-Life-Integration

Wie oft muss man als Pfarrer seine Stelle wechseln?

Gemeindepfarrer und Gemeindepfarrerinnen, die das 57. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sollen nach einer Tätigkeit von 10 bis 15 Jahren seit Übertragung der Pfarrstelle auf eine andere Pfarrstelle wechseln. Nach 15 Jahren entscheidet der jeweilige Kirchenvorstand, ob die Pfarrperson weiter in der Gemeinde tätig sein darf.

Dürfen Pfarrer:innen der ELKB Mitglied in einer politischen Partei sein?

Ja, Pfarrerinnen und Pfarrer dürfen Parteimitglieder sein.

Was kann ich schon im Studium tun, um später nicht auszubrennen?

Routinen aufbauen (Sport, Spiritualität, Pausen), Organisation lernen, Grenzen üben, Feedback suchen – und früh merken: Du musst nicht alles allein tragen.

Kann ich in Teilzeit arbeiten?

Ja. In der ELKB gibt es neben 100%- Stellen auch 50%-Stellen im Pfarrdienst.

Gibt es Unterstützung, wenn es zu viel wird?

Ja. Supervision, geistliche Begleitung, Kolleg:innen-Netzwerke, Fortbildungen und Beratungsangebote sind wichtige Bausteine. Auch das jährliche Mitarbeiter:innen-Gespräch mit deinem/deiner Dienstvorgesetzten kann dafür ein guter Ort sein.

Was hilft gegen das Gefühl, nie fertig zu sein?

Dienstzeit erfassen, Prioritäten setzen, feste Feierabend-Zeiten eintragen, Aufgaben systematisch organisieren (mit Methoden wie z. B. „Getting Things Done“) und regelmäßig reflektieren. Unterstützung bekommst du z. B. durch Coaching- oder Supervisionsangeboten der ELKB.

Wie viel Flexibilität habe ich wirklich?

Oft viel – du planst deinen Tag selbstständig. Gleichzeitig gibt es fixe Termine (Gottesdienst, Unterricht, Sitzungen, Beerdigungen). Work-Life-Integration ist daher eher „Gestaltungsaufgabe“ als Automatismus.

Wie kann man im Pfarrhaus Arbeit und Privatleben trennen?

Durch klare Regeln: feste Bürozeiten, ein eigener Arbeitsraum, „dienstfrei“-Zeiten, keine Mails am Abend – und vor allem: konsequent kommunizieren.

Ist der Pfarrberuf ein „immer erreichbar“-Job?

Nein. Du hast viel Mitbestimmung, wie die dir Dienstzeit und Freizeit einteilst. Es gibt Ausnahmen (z. B. Notfälle), aber grundsätzlich helfen Absprachen, Vertretungen und klare Erreichbarkeiten.

Ist der Pfarrberuf vereinbar mit Freizeit und Hobbys?

Ja – wenn du bewusst Grenzen setzt. Viele Pfarrer:innen haben Sport, Musik, Familie, Freundeskreis und planen feste Freizeiten ein. Ähnlich wie bei der Arbeit als selbstständige Person ist es Teil deines Berufs, dich abzugrenzen und deinem Dienst feste Zeiten und feste Orte zu geben. Hilfreich dafür ist zum Beispiel eine Dienstordnung oder das eigenständige Erfassen der Zeit im Dienst.

Quereinstieg

12 Fragen

Berufsbegleitender Studiengang ins Pfarramt

Werde ich nach dem berufsbegleitenden Studiengang ins Pfarramt  automatisch ins Vikariat übernommen?

Ja, wenn du das Studium erfolgreich abgeschlossen hast. Das Aufnahmeverfahren findet schon vor Studienbeginn statt – danach steht deiner Übernahme ins Vikariat nichts mehr im Weg.

Muss ich im berufsbegleitenden Studiengang ins Pfarramt das Kirchliche Examen machen?

Nein. Im berufsbegleitenden Studiengang gibt es eigene Prüfungsformen während des Studiums – ein großes Examen am Ende gibt es nicht.

Bin ich nach dem berufsbegleitenden Studiengang ins Pfarramt voll Pfarrerin oder Pfarrer?

Noch nicht ganz. Nach dem Studium startest du ins Vikariat der ELKB – das ist die praktische Ausbildung. Danach wirst du ordiniert und bist Pfarrerin oder Pfarrer wie alle anderen auch.

Muss ich für den berufsbegleitenden Studiengang ins Pfarramt in Neuendettelsau wohnen?

Nein. Das Studium läuft größtenteils digital, sodass du weiter in deinem Beruf arbeiten kannst. Nur zu den Präsenzphasen kommst du nach Neuendettelsau – die finden als Blockveranstaltungen statt.

Was ist der Unterschied vom berufsbegleitenden Studiengang ins Pfarramt zu den Masterstudiengängen?

Für die Masterstudiengänge brauchst du Abi und ein abgeschlossenes Hochschulstudium. Beim berufsbegleitenden Studiengang ins Pfarramt reicht ein mittlerer Schulabschluss – dafür brauchst du mindestens acht Jahre Berufserfahrung.

Master of Theological Studies

Werde ich nach dem Master of Theological Studies automatisch ins Vikariat der ELKB übernommen?

Nein. Der Studiengang berechtigt dich aber, am Aufnahmeverfahren ins Vikariat teilzunehmen.

Was brauche ich für die Zulassung zum Master of Theological Studies?

Du brauchst ein abgeschlossenes Hochschulstudium in einem nicht-theologischen Fach und in der Regel fünf Jahre Berufserfahrung. Außerdem gehört an den meisten Standorten ein Aufnahmeverfahren dazu – mit Bibelkunde und einem kurzen Essay zur theologischen Reflexion.

Wann kann ich mit dem  Master of Theological Studies starten?

Das ist je nach Uni unterschiedlich. Viele berufsbegleitende Master starten nur alle paar Jahre. Die genauen Termine findest du auf den Seiten der jeweiligen Standorte.

Sind die Studiengänge Master of Theological Studies  überall gleich?

Alle Standorte orientieren sich an der gemeinsamen Rahmenordnung der EKD für den Master of Theological Studies. Die Grundstruktur ist also gleich – aber jedes Programm hat eigene Schwerpunkte und Formate.

Ich habe kein Abitur und kein Erststudium. Kann ich trotzdem Pfarrerin oder Pfarrer werden?

Ja, das geht – aber nicht über die Masterstudiengänge. Schau dir dafür den berufsbegleitenden Studiengang ins Pfarramt an.

Gibt es ein Höchstalter für die Zulassung zum  Master of Theological Studies?

Ja – das hängt vom Standort ab. Wenn du später ins Vikariat der ELKB willst, darfst du bei Studienbeginn höchstens 49 Jahre alt sein.

Kann man den Master of Theological Studies auch als Fernstudium machen?

Ein reines Fernstudium gibt es nicht. Die Präsenzzeiten unterscheiden sich je nach Uni: Manche bieten Blockwochen oder Wochenenden vor Ort, dazwischen läuft viel digital oder im Selbststudium. Andere Studiengänge haben regelmäßige Veranstaltungen – dann ist es gut, wenn du in der Nähe wohnst. Am besten informierst du dich direkt bei dem Standort, der dich interessiert.

Studium

40 Fragen

Aufbau des Studiums

Wie lange dauert das alles, bis ich wirklich Pfarrer:in bin?

Das Studium dauert in der Regel 10 Semester (5 Jahre), plus ggf. Zeit für die Sprachen (ca. 2 Semester). Danach folgt das Vikariat als praktische Ausbildung (2 Jahre), in dem du aber schon eine Vergütung erhältst. Danach arbeitest du als Pfarrer:in.

Brauche ich einen bestimmten Abi-Schnitt?

Nein. Für das Theologiestudium gibt es keinen Numerus Clausus. Mit dem Abitur (allgemeine Hochschulreife) kannst du direkt loslegen. Eine Fachhochschulreife reicht nicht aus.

Ist das Studium schwer? Ich hatte kein Latein/Griechisch in der Schule.

Das ist kein Problem – die meisten starten ohne diese Sprachen. Du kannst Latein, Altgriechisch und Bibel-Hebräisch in den ersten Semestern nachholen, mit eigenen Sprachdozent:innen. Der Aufwand ist gerade am Anfang hoch, dafür bekommst du für Griechisch und Hebräisch je ein zusätzliches Semester Zeit.

Wie kann ich mein Theologiestudium finanzieren?

Prüfe zuerst BAföG, das Deutschlandstipendium und weitere Stipendien. Für Studierende der Evangelischen Theologie gibt es außerdem kirchliche Unterstützung durch die ELKB.

Bleibe ich das ganze Studium über an derselben Uni?

Viele Theologiestudierende wechseln während des Studiums ihren Standort – manchmal auch mehrmals. Je nach Fakultät und Dozierenden gibt es unterschiedliche Schwerpunkte, und ein Wechsel, z. B. auch ins Ausland, eröffnet dir neue Perspektiven auf Theologie und Kirche. In Deutschland kannst du an diesen Standorten Evangelische Theologie studieren.

Was kann ich nach dem Studium damit machen?

Primär bereitet das Theologiestudium auf den Pfarrberuf vor – vergleichbar mit Jura oder Medizin für ihre Berufe. Wer merkt, dass Pfarramt nicht passt, hat viele Alternativen, z. B. Wissenschaft, Forschung, Erwachsenenbildung, Journalismus, Verlagswesen, Öffentlichkeitsarbeit oder Beratung.

Muss ich selbst gläubig sein, um Theologie zu studieren?

Nein. Im Theologiestudium geht es vor allem um das kritische Nachdenken über Glaubensfragen. Eigene Glaubenspraxis ist nicht erforderlich – wer selbst gläubig ist, hat aber den Vorteil einer zusätzlichen Innenperspektive.

Kann ich Theologie als Fernstudium studieren?

Das reguläre Theologiestudium findet derzeit nur präsent an Universitäten oder kirchlichen Hochschulen statt. Wer bereits Berufserfahrung hat, kann über einen Quereinstieg mit erster Berufsausbildung oder mit Erststudium nachdenken – dieser ist teilweise auch als Fernstudium möglich.

Wie lange dauert das Studium?

Das grundständige evangelische Theologiestudium hat eine Regelstudienzeit von 10 Semestern (5 Jahre). Wenn du noch Latein, Altgriechisch und Bibel-Hebräisch lernen musst oder dir mehr Zeit für die Themen nehmen willst, kann es etwas länger dauern. Viele brauchen so mind. 6 Jahre (12 Semester).

Muss ich an einer Universität studieren?

Ja. Für den Pfarrberuf in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern sowie allen anderen Landeskirchen der EKD brauchst du ein Studium an einer deutschen Universität oder kirchlichen Hochschule. Bibelschulen oder freie theologische Einrichtungen führen nicht dorthin – ein Quereinstieg mit ersten Studium oder mit erster Berufsausbildung ist aber möglich, wenn du schon Berufserfahrung hast.

Auslandssemester

Ist ein Studium im Ausland teuer?

Ein Auslandssemester kann teurer sein als das Studium in Deutschland. Aber keine Sorge: Es gibt viele Finanzierungsmöglichkeiten, von Erasmus- oder DAAD-Stipendien bis hin zu Förderprogrammen der Kirchen. Manche Programme bieten sogar Vollstipendien für den gesamten Aufenthalt.

Was passiert, wenn nicht alle Leistungen aus dem Ausland anerkannt werden?

Oft werden nicht alle Kurse automatisch angerechnet. Trotzdem lohnt sich ein Auslandsaufenthalt: Du sammelst neue Erfahrungen, lernst andere Theologien kennen und erweiterst deinen Horizont. Kläre vorher beim Prüfungsamt, welche Veranstaltungen voraussichtlich anerkannt werden.

Muss ich besondere Sprachkenntnisse haben?

Ja, in den meisten Fällen wird nicht auf Deutsch unterrichtet. Prüfe vorher, in welcher Sprache das Studium an deiner Wunsch-Universität angeboten wird. Oft werden Sprach-Zertifikate verlangt, manchmal reichen auch Nachweise aus dem Abitur.

Wann passt ein Auslandssemester am besten in mein Theologiestudium?

Ideal ist ein Auslandssemester nach der Zwischenprüfung. Kümmere dich frühzeitig um Informationen und Bewerbungen – viele Programme haben längere Vorlaufzeiten.

Werden Leistungen aus einem Auslandssemester von deutschen Unis anerkannt?

Welche Leistungen aus deinem Auslandssemester anerkannt werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Am besten sprichst du vorher mit dem Prüfungsamt deiner Fakultät – so weißt du genau, was du anrechnen lassen kannst.

Begleitung durch die Kirche

Ich bin unsicher, ob Pfarramt wirklich mein Weg ist – lohnt sich Anwärterliste/KSB trotzdem?

Ja. Gerade wenn du noch suchst, kann Begleitung helfen: du bekommst Praxis, Gespräche und Orientierung. Und wenn du am Ende einen anderen Weg findest, ist das kein Scheitern – sondern eine gute, ehrliche Klärung.

Was ist das Gemeindepraktikum in der KSB – und werde ich dort bewertet?

Im Gemeindepraktikum bist du vier Wochen in einer Gemeinde in Bayern und bekommst echte Einblicke. Du schreibst einen Praktikumsbericht und reflektierst deine Erfahrungen. Es geht nicht ums „Bestehen“, sondern ums Lernen. (Falls du das Praktikum später im Bewerbungsverfahren nutzen möchtest, gibt es dafür standardisierte Rückmeldungen.)

Hat die KSB trotzdem Vorteile fürs Vikariat?

Ja – aber anders, als viele denken. Die KSB entscheidet nicht über die Aufnahme. Gleichzeitig kann die Teilnahme am freiwilligen Profil-Programm im späteren Bewerbungsverfahren fürs Vikariat als Engagement-Nachweis eingebracht werden.

Muss alles in einer festen Reihenfolge passieren?

Es gibt einen sinnvollen Ablauf – aber Studium ist nicht immer planbar. Die KSB plant die einzelnen Schritte so, dass sie zu deiner Studienphase und deiner Situation passen. Die Elemente des Kern-Programms müssen – bis auf das Onboarding-Seminar – alle im Grundstudium absolviert werden. Die Elemente des Profil-Programms sind für das Hauptstudium vorgesehen.

Was ist Pflicht – und was kann ich freiwillig machen?

Es gibt ein verpflichtendes Kern-Programm (z. B. Kennenlerngespräch, Erkundungsseminar, Gemeindepraktikum, Entwicklungsgespräch) und ein freiwilliges Profil-Programm (z. B. Kommunikationstraining oder Spiritualitätserfahrung, Beratungsgespräche, Handlungsfeldpraktikum, Onboarding).

Wird in der KSB meine Eignung für den Pfarrberuf geprüft? (Früher war das doch so?)

Nein. Die KSB ist heute klar auf Förderung ausgerichtet und getrennt von der Entscheidung über die Aufnahme ins Vikariat. Wenn du das alte Programm kennst: Genau diese Trennung war vielen Studierenden wichtig – und sie ist jetzt ausdrücklich umgesetzt.

Was ist die Kirchliche Studienbegleitung (KSB) – und was ist ihr Ziel?

Die KSB ist ein Förderprogramm während des Theologiestudiums. Sie unterstützt dich dabei, Kompetenzen zu entwickeln, die im Studium oft zu kurz kommen: persönliche Reife, Kommunikation, Spiritualität – und Orientierung für deinen Weg.

Werde ich nach dem ersten Examen automatisch Vikar:in?

Nein. Mit der Aufnahme auf die Liste gibt es keinen Anspruch auf eine Anstellung. Aber: Die Eintragung ist eine notwendige Voraussetzung für dein Erstes Kirchliches Examen und ein wichtiger Schritt auf dem Weg ins Vikariat.

Kann ich auf die ELKB-Liste, wenn ich aus einer anderen Landeskirche komme?

Ja, das geht jederzeit. Wichtig ist, dass du in deinem Antrag kurz erklärst, warum du gerne in Bayern arbeiten möchtest.

Was passiert nach meiner Anmeldung auf der Anwärter:innen-Liste?

Nach deiner Bewerbung holt das Ausbildungsreferat die nötigen Referenzen ein. In der Regel bekommst du dann dein Aufnahmeschreiben – und bist damit offiziell Teil der Liste. Sollte es noch offene Fragen geben, wirst du zu einem kurzen Beratungsgespräch eingeladen.

Welche Unterlagen brauche ich für die Aufnahme auf die Anwärter:innen-Liste?

Für deinen Antrag füllst du diesen Online-Antrag aus. Außerdem benötigst du:

  • einen tabellarischen und einen ausführlichen Lebenslauf (mit Motivation für dein Theologiestudium)
  • ein aktuelles Passfoto
  • beglaubigte Kopien von Tauf- und Konfirmationsurkunde
  • eine beglaubigter Kopie deines Abiturzeugnisses
  • eine Immatrikulationsbescheinigung (Original oder beglaubigte Kopie)
  • Kontaktdaten von zwei Personen aus kirchlichen Berufen (z. B. Pfarrer:in, Religionslehrer:in), die dein Engagement einschätzen können

Kann ich mich von der Anwärter:innen-Liste wieder streichen lassen oder in eine andere Landeskirche wechseln?

Ja, das ist problemlos möglich. Da in allen Landeskirchen Nachwuchs gebraucht wird, ist auch ein Wechsel von einer Anwärter:innen-Liste in eine andere unkompliziert.

Gibt es eine Altersgrenze für die Aufnahme auf die Anwärter:innen-Liste?

Nein. Eine Altersgrenze gibt es nur für bestimmte Schritte auf dem Weg ins Pfarramt: Vikariat (33 Jahre), Probedienst (35 Jahre) und Verbeamtung auf Lebenszeit (40 Jahre). Wer älter ist, kann in ein privatrechtliches Dienstverhältnis aufgenommen werden.

Finanzierung des Studiums

Wo bekomme ich Beratung zur Studienfinanzierung?

Für Fragen zu BAföG und Stipendien wendest du dich an die jeweils zuständigen Stellen. Zur kirchlichen Unterstützung, zur Anwärter:innen-Liste oder bei finanziellen Schwierigkeiten hilft dir das Ausbildungsreferat der ELKB weiter.

Gibt es Unterstützung, wenn ich in finanzielle Schwierigkeiten gerate?

Ja. In Härtefällen oder bei einer akuten wirtschaftlichen Notlage kann die ELKB ihre Studierenden unterstützen. Melde dich frühzeitig beim Ausbildungsreferat. In der Regel musst du zuerst prüfen, ob du BAföG beantragen kannst.

Wie kann ich ein Auslandsstudium finanzieren?

Frag beim Akademischen Auslandsamt, deiner theologischen Fakultät oder nach Partnerschaften mit ausländischen Hochschulen. Auch Mission EineWelt kann Finanzierungsmöglichkeiten für ein Studienjahr bei einer Partnerkirche der ELKB anbieten.

Gibt es Geld für Praktika im Theologiestudium?

Ja. Für das verpflichtende vierwöchige Gemeindepraktikum gibt es 400 Euro. Für ein vierwöchiges Handlungsfeldpraktikum sind je nach Dauer 400 bis 600 Euro möglich.

Was ist der Bildungsgutschein der ELKB?

Der Bildungsgutschein ist 400 Euro wert. Du kannst ihn für Seminare und Fortbildungen der Profil-Phase der Kirchlichen Studienbegleitung einsetzen – zum Beispiel für deine persönliche, spirituelle oder berufliche Entwicklung.

Unterstützt mich die ELKB während des Studiums?

Ja. Wenn du auf der Anwärter:innen-Liste der ELKB stehst, kannst du unter anderem Büchergeld und einen Bildungsgutschein erhalten. Auch bestimmte Praktika werden finanziell unterstützt.

Welche weiteren Stipendien gibt es?

Stipendien werden zum Beispiel von politischen, religiösen, wirtschaftlichen oder gewerkschaftlichen Stiftungen vergeben. Sie bieten oft neben Geld auch Seminare, Beratung und Kontakte zu anderen Studierenden. Mehr Informationen findest du hier.

Wie viel Geld bekomme ich durch das Deutschlandstipendium?

Das Deutschlandstipendium fördert begabte und leistungsstarke Studierende mit 300 Euro im Monat. Ob deine Hochschule das Stipendium anbietet und wann du dich bewerben kannst, erfährst du direkt bei deiner Hochschule.

Bekomme ich BAföG für mein Studium?

Das hängt unter anderem von deiner Ausbildung, deinem Alter, deiner Staatsangehörigkeit beziehungsweise deinem Aufenthaltsstatus sowie vom Einkommen und Vermögen deiner Familie ab. Informiere dich beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung oder über BAföG-Digital.

Studienorte

Muss ich in Bayern studieren, wenn ich Pfarrer:in in der Evang.-Luth. Kirche werden will?

Nein, das ist nicht zwingend notwendig. Für die Integrationsphase und die Vorbereitung auf das Kirchliche Examen der ELKB sind die bayerischen Studienorte aber besonders geeignet. Viele Repetitorien und Prüfungsangebote sind hier speziell auf die Anforderungen der ELKB zugeschnitten.

Kann man an alle Unis und Hochschulen in Deutschland wechseln?

Du kannst zwischen allen evangelischen Fakultäten deutscher Universitäten und der Augustana-Hochschule Neuendettelsau wechseln. Hochschulen freier Träger werden jedoch meist nicht für das Kirchliche Examen oder die staatlichen Fakultäten anerkannt.

Wann macht ein Standortwechsel am meisten Sinn?

Am besten passt ein Wechsel nach den großen Meilensteinen im Studium: nach der Zwischenprüfung oder vor der Integrationsphase. Dann lassen sich deine bisherigen Leistungen am einfachsten an der neuen Uni anerkennen. Ein Auslandssemester bietet sich häufig direkt nach der Zwischenprüfung an.

Vikariat

38 Fragen

Aufbau des Vikariats

Welche Aufgaben lerne ich im Vikariat kennen?

Alle Grundaufgaben, die zum Pfarrberuf in einer Kirchengemeinde gehören: Also Verkündigung (v.a. Gottesdienst), Menschen seelsorgerlich begleiten, Bildung ermöglichen (Religionsunterricht, Konfi u.a.), sowie Kirchhe zu leiten und zu vernetzen.

Kann ich im Vikariat mein eigenes Profil entwickeln?

Ja. Das Vikariat vermittelt dir die Grundaufgaben des Pfarrberufs und lässt dir gleichzeitig Raum, deine eigenen Stärken und Interessen weiterzuentwickeln.

Was ist eine Regionalgruppe?

In der Regionalgruppe triffst du dich regelmäßig mit anderen Vikar:innen aus deiner Region. Ihr besprecht eure Erfahrungen, besucht euch gegenseitig und vertieft fachliche Themen.

Was mache ich im Evangelischen Studienseminar?

Im ESP reflektierst du deine Erfahrungen aus der Praxis. Du arbeitest dort mit Studienleiter:innen und Fachleuten in Gruppen und mit unterschiedlichen Methoden.

Was ist eine Ausbildungsregion?

Deine Ausbildungsregion ist meist ein Dekanat. Dort lernst du verschiedene kirchliche Arbeitsfelder kennen – zum Beispiel Kirchengemeinden, Schulen, Diakonieeinrichtungen und Beratungsstellen. Je nach Modul arbeitest du in verschiedenen Einrichtungen mit.

Wo findet mein Vikariat statt?

Deine Ausbildung findet an drei Orten statt: in deiner Ausbildungsregion, im Evangelischen Studienseminar für Pfarrausbildung (ESP) und in deiner Regionalgruppe.

Gibt es in Bayern ein Zweites Theologisches Examen?

Ja, aber nicht wie früher. In der ELKB sind die Prüfungen im Vikariat über die Ausbildungszeit verteilt und an die jeweiligen Themen und Module gekoppelt. So gibt es immer mal wieder Prüfungen, aber keinen großen Prüfungsblock am Ende.

Welche Phasen gibt es im Vikariat?

Im Vikariat wechseln sich Zeiten in deiner Ausbilduungsregion und Zeiten im Studienseminar ab. Du konzentriest dich dabei je nach Modul auf bestimmte Themen.

Wie lange dauert das Vikariat in der ELKB?

Das Vikariat dauert zwei Jahre und führt dich Schritt für Schritt an die zentralen Aufgaben des Pfarrberufs heran.

Begleitung im Vikariat

Wer sind die dritten Expert:innen?

Das sind Fachleute der ELKB, die bestimmte Themen in deiner Ausbildung übernehmen – zum Beispiel Kirchenrecht oder Medienarbeit.

Wie oft gibt es Feedforward-Gespräche?

Im Laufe des Vikariats finden drei Feedforward-Gespräche statt. Dabei werden deine eigene Einschätzung und die Rückmeldungen der Beteiligten einbezogen.

Was bedeutet Feedforward?

Feedforward richtet den Blick nach vorn: Du bekommst nicht nur Rückmeldung zu deiner bisherigen Arbeit, sondern auch Hinweise auf deine nächsten Entwicklungsschritte.

Bleiben die Gespräche im geistlichen Mentorat vertraulich?

Ja. Die Person, die dich geistlich begleitet, steht außerhalb der Bewertung und unterliegt der seelsorgerlichen Verschwiegenheit.

Was ist das geistliche Mentorat?

Das geistliche Mentorat ist eine vertrauliche Begleitung für deine spirituelle Entwicklung. Dort kannst du über Glauben, Zweifel und deine Rolle als Pfarrer:in sprechen. Das geistliche Mentorat ist losgelöst von der restlichen Ausbildung.

Was ist eine Fachbegleitung?

Die Fachbegleitung leitet deine Regionalgruppe. Sie schafft Raum für Reflexion und hilft dir, bestimmte Themen fachlich zu vertiefen.

Was machen Fachmentor:innen?

Fachmentor:innen begleiten dich in einzelnen Aufgabenfeldern vor Ort – zum Beispiel bei deinem Einsatz in der Schule.

Was machen die Studienleiter:innen im ESP?

Sie leiten zentrale Reflexionseinheiten, geben dir fachliches und persönliches Feedback und führen mit dir Feedforward-Gespräche.

Wer ist meine wichtigste Ansprechperson vor Ort?

Dein:e Hauptmentor:in koordiniert deine Ausbildung in der Region und begleitet dich bei Fragen zum Ausbildungsalltag.

Muss ich im Vikariat schon alleine arbeiten?

Nein. Ein ganzes Ausbildungsteam begleitet dich fachlich und persönlich durch dein Vikariat. Meist schaust du bei einzelnen Aufgaben zu Beginn zu, dann wirst du bei deinen ersten Schritten unterstützt und irgendwann übernimmst du Aufgaben selbstständig.

Bewerbung für das Vikariat

Werde ich nach dem Master of Theological Studies automatisch ins Vikariat der ELKB übernommen?

Nein. Der Studiengang berechtigt dich aber, am Aufnahmeverfahren ins Vikariat teilzunehmen.

Darf man als angehender Vikar selbst in einer psychotherapeutischen Behandlung sein?

Ja, das darf man! Manchmal ist psychotherapeutische Begleitung eine sinnvolle und wertvolle Hilfe. Hinsichtlich der gesundheitlichen Eignung für ein öffentlich-rechtliches Dienstverhältnis geht es nicht darum, ob eine Psychotherapie durchgeführt wurde oder noch durchgeführt wird. Relevant ist, ob gesundheitliche Beeinträchtigungen bestehen, die Auswirkungen auf die Ausübung der Dienstpflichten haben. Auch wird betrachtet, wie sich etwaige Beeinträchtigungen voraussichtlich entwickeln werden. Die Landeskirche hält sich hierbei an die Grundsätze, die die staatliche Rechtsprechung entwickelt hat. Ob die Eignung vorliegt wird im Landeskirchenamt – und nicht durch den Vertrauensarzt – auf Grundlage des Gutachtens eigenständig beurteilt. Da die Situation bei jedem Menschen anders ist, muss auch jeder Fall einzeln betrachtet und geprüft werden.

Gibt es Altersgrenzen für eine öffentlich-rechtliche Anstellung?

Ja, die gibt es. Die Altersgrenzen sind:

Beginn des Vikariats: das 33. Lebensjahr noch nicht vollendet (bei Schwerbehinderung das 35.)
Beginn des Probedienstes : das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet
Übernahme auf Lebenszeit: das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet

Für alle, die älter sind, gibt es die Möglichkeit einer privatrechtlichen Anstellung.

Bewerbe ich mich selbst auf eine konkrete Vikariatsstelle?

Nein. In Bayern bewerben sich die Ausbildungsregionen um die Vikar:innen. Das Ausbildungsreferat nimmt anschließend die Zuteilung vor und berücksichtigt deine angegebenen Gründe.

Wie finde ich meine Ausbildungsregion?

Die Ausbildungsregionen stellen sich vor. Danach wählst du drei Favoriten aus und begründest, warum diese Regionen für dich interessant sind. Das Ausbildungsreferat stellt auf Grundlage der Angaben von allen Vikar:innen die jeweiligen Regionen fest.

Wann muss ich mich bewerben?

Für einen Beginn am 1. September müssen Antrag und Lebenslauf bis zum 1. Dezember vorliegen. Für einen Beginn am 1. März gilt der 1. Juni als Stichtag.

Wann beginnt das Vikariat?

Das Vikariat beginnt entweder am 1. März oder am 1. September.

Was ist der BIP-6F?

Der BIP-6F ist ein Fragebogen zu berufsbezogenen Persönlichkeitsfaktoren. Er macht deine Stärken und mögliche Entwicklungsschritte sichtbar und wird frühestens nach dem Gemeindepraktikum eingesetzt.

Wie läuft das Bewerbungsverfahren ab?

Das Verfahren besteht aus mehreren Bausteinen. Dabei werden deine Persönlichkeit, dein Verhalten in konkreten Situationen und dein Engagement betrachtet.

Kann ich mich schon vor meinem Studienabschluss bewerben?

Ja. Das Bewerbungsgespräch kann bis zu ein Jahr vor deinem Abschluss stattfinden. Die Aufnahme steht dann unter dem Vorbehalt, dass du dein Studium erfolgreich abschließt.

Welche Voraussetzungen brauche ich für die Bewerbung zum Vikariat?

Vor dem Vikariat brauchst du einen anerkannten theologischen Studienabschluss einer deutschen theologischen Fakultät oder der kirchlichen Hochschule in Neuendettelsau. Dazu zählen unter anderem das Kirchliche Examen, ein Fakultätsexamen, eine Promotion zum Dr. theol. und einem Rigorosum in mindestens drei Fächern oder bestimmte Quereinstiegsabschlüsse. Anerkannte Studienorte für das grundständige Studium findest du hier, für den Quereinstieg hier und hier. Abschlüsse von biblisch-theologischen Ausbildungsstätten u.a. werden für eine Aufnahme ins Vikariat nicht anerkannt.

Vikariat im Überblick

Ist ein Nebenjob während des Vikariats erlaubt?

Ja, im Vikariat darf man einen Nebenjob mit max. 8h/Woche annehmen, sofern er inhaltlich den Aufgaben eines Pfarrers/einer Pfarrerin nicht widerspricht.

Warum lohnt sich das Vikariat in Bayern?

Das Vikariat in Bayern dauert zwei Jahre, bietet dir Einblicke in eine ganze kirchliche Region und lässt dich bei der Wahl deiner Wunschregion mitentscheiden. Außerdem wirst du umfassend begleitet.

Welche weiteren Zuschüsse gibt es im Vikariat?

Möglich sind unter anderem ein einmaliger Talarzuschuss von 500 Euro, ein Umzugskostenzuschuss und die Erstattung bestimmter Fahrtkosten.

Was verdiene ich im Vikariat?

Die monatliche Besoldung setzt sich zusammen aus dem Anwärtergrundbetrag für A 13 + Zulage gemäß Art. 33 Satz 1, festgelegt vom Bayerischen Besoldungsgesetz, sowie Zuschüssen. Mehr dazu findest du hier.

Wer begleitet mich während des Vikariats?

Dich begleitet ein Team aus Hauptmentor:innen, Studienleiter:innen, Fachmentor:innen, Fachbegleitungen und weiteren Expert:innen der ELKB.

Wo findet die Ausbildung statt?

Du lernst in deiner Ausbildungsregion, im Evangelischen Studienseminar für Pfarrausbildung und in deiner Regionalgruppe.

Wie lange dauert das Vikariat in der ELKB?

Das Vikariat dauert zwei Jahre. Danach hast du die Grundlagen für den Pfarrberuf gelernt und bekommst deine erste Pfarrstelle.

Was ist das Vikariat?

Das Vikariat ist die praktische Ausbildungsphase nach dem Theologiestudium. Du verbindest dein Wissen aus dem Studium mit Erfahrungen im kirchlichen Alltag.

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